Unser Tiny (Garden) House - Meine Wohlfühloase auf 15 qm

Minimalismus im Grünen

 

Als mein Mann und ich einen kleinen Stadtgarten übernommen hatten, wurde uns ganz schnell klar, dass das in den warmen Monaten unser absoluter Lieblingsort sein wird.  Wir sind gerade noch dabei, ihn schrittweise nach unseren Vorstelllungen zu gestalten - aber so richtig fertig wird man damit ja nie. Eine der besten bisherigen Neuerungen war es auf jeden Fall, dass das alte, moderig riechende Steinhaus durch ein clever geplantes Tiny House aus Blockbohlen zu ersetzen. Das ist inzwischen meine Wohlfühloase geworden.

 

Auf einer Grundfläche von 3 x 5 Metern ist alles vorhanden, was wir im Alltag brauchen. Wenn man das Haus betritt, befindet sich links eine Garderobe, die oft auch als Kleiderstange herhält. Dahinter liegen die Küche und das Badezimmer. Strom und Wasser wurden fest installiert, so dass wir mit einem (grandiosen) Tischbackofen und einer Induktionsplatte vollwertig kochen können. Ein eingebauter Boiler sorgt für warmes Wasser und eine Komposttoilette für die ökologische "Abfallentsorgung". Da wir uns hier nur im warmen Halbjahr aufhalten, ist eine Outdoordusche geplant, sie ließe sich aber grundsätzlich auch im Innenbereich einbauen. Auf der rechten Seite befindet sich der Wohnbereich mit einer geräumigen Kommode, Schlafsofa und Sat-TV. Die wunderbaren Wandbilder sind Kunstdrucke von Janine Sommer. Schau unbedingt mal bei ihr vorbei! Ich bin immer wieder beeindruckt, wie naturgetreu ihre Zeichnungen sind - und nein, ich erhalte keine Provision dafür ;-) Über die Leiter geht es hoch auf die Schlafebene, auf der eine große Doppelmatratze Platz findet. Ich weiß, dass die Deckenhöhe auf den Bildern recht niedrig wirkt, doch wir schlafen dort oben problemlos. Gemütlich eben.

 

Das war's dann eigentlich auch schon. Der Luxus liegt außerhalb des Hauses: Eine große Terasse, ein kleiner Schuppen für die Gartengeräte, jede Menge Grün, surrende Insekten, singende Vögel, frisches Obst & Gemüse....

 

Könnte ich mir vorstellen hier dauerhaft zu leben? Eventuelle rechtliche Hürden mal beiseite gelassen - auf jeden Fall! Zwar ist die Isolation unseres Modells nicht für den Winter ausgelegt, aber wenn das unser Wunsch gewesen wäre, hätte das bei der Planung berücksichtigt werden können. Auch glaube ich, dass in diesem Häuschen noch jede Menge Stauraumpotential steckt. So könnten zum Beispiel an den Wänden Regalbretter für schön gestaltete Stauraumkisten angebracht werden und auch der Bettkasten des Sofas ist noch weitgehend ungennutzt. Internet wäre über einen ausreichenden Datentarif fürs Smartphone oder eine Hotspot-Lösung verfügbar, letztere ist mir im Moment aber einfach noch zu teuer. Für eine (für uns nicht notwendige) autarke Stromversorgung könnte man über Solarpanele nachdenken und die fehlende Waschmaschine ließe sich über Waschsalons in der Innenstadt kompensieren. Alles in allem kann ich so ein gemütliches Tiny House wirklich allen Menschen empfehlen, die mit wenig Platz zurecht kommen und lieber das Leben vor der Haustür genießen wollen.

Wie sieht es bei dir aus - könntest du dir vorstellen, auf 15 Quadratmetern zu leben?

Ich freue mich auf deine Meinung!

 

Alles Liebe

Sabrina

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